La Palma 2013

Als ich erzählte, ich flöge nach La Palma, herrschte meist allgemeine Verwirrung. Zu allererst: Diese Insel hat weder etwas mit Las Palmas auf Gran Canaria, noch mit Palma de Mallorca zu tun. Vielmehr ist eine kleine wunderbare kanarische Insel im Atlantik. Ähnlich wie auf den Nachbarinseln Lanzarote oder Teneriffa, lässt sich hier noch gut der vulkanische Ursprung bestaunen. Im Folgenden möchte ich einmal auf diese schöne Insel aufmerksam machen.
Als die Abreise in den Urlaub nach La Palma näher rückte, hatte ich schon die Vermutung, dass der Schnee immer noch hier liegen würde. Dass es an diesem Mittwochmorgen Mitte März (Achtung: Alliteration!) aber wirklich so kalt sein würde, war dann doch schon kriminell. Immerhin wartete das Wetter frühmorgens mit -10 °C auf (das macht am Ende einen Temperaturunterschied zu La Palma von 33°C!). Da halfen nur mehrere Schichten, wer will schon in der Winterjacke auf die Kanaren fliegen?! Das Autoradio bestätigte übrigens mal wieder das, was ich eigentlich schon lange wusste: „God is a DJ“. Immerhin drang Duffy’s Stimme mit „Warwick Avenue“ durch den Äther und irgendwie läuft das Lied immer, wenn ich mit dem Auto nach Fuhlsbüttel unterwegs bin. Auf einige Dinge ist eben noch Verlass.
Während der gemeine Pauschalbomberflieger meist im Terminal 1 abfliegt, hatte ich dieses Mal Premiere im bourgeoisen Lufthansa-Terminal 2. Denn dort findet das Condor-Check-In statt. Und alles ohne Warten. Bei Condor läuft das noch… Später hoben wir mit etwa 20 Minuten Verspätung an Bord der „CC“, einem Condor A320, auf der 33 in den Hamburger Morgenhimmel ab. Es war übrigens mit wenigen Ausnahmen ein "Rentner-Flug"...

De-Icing am Gate


Schleswig-Holstein im Schnee

Winterliches Hamburg

Der Teide auf Teneriffa war im Anflug auch zu sehen. Bei guter Sicht konnte man ihn auch von der Ostküste aus sehen.

Teide/Teneriffa

Vom Feeling her kommen die übrigens fast an TUIfly heran, es gefiel mir ganz gut. Leider gab es aber gar keine Karte auf den Displays, auf der man die Flugstrecke sehen kann. Aber dafür viele interessante Ansagen aus dem Cockpit. Seitens des Kabinenpersonals wurde uns dann ein Frühstück „mit warmer Komponente“ angeboten. Sehr schön. Endlich mal wieder was Vernünftiges im Flugzeug, egal ob es schmeckt oder nicht. Denn das Rührei und die Kartoffeln waren in der Tat nicht der Burner. Aber das macht nix! Es war wolkig auf der Insel und so musste für gutes Wetter alles aufgegessen werden...

Queranflug/Base von La Palma

Blick von der Landebahn auf Cancajos

Nach der Landung schaute ich nochmal im Cockpit vorbei und konnte mich noch einen Augenblick nett mit den beiden Piloten unterhalten, die auch bereitwillig und ausführlich Fragen beantworteten. Das hat man nicht immer, besonders bei Air Berlin sind die Crews häufig wenig gut gelaunt und sehr gestresst gewesen. Nun, sie sollen ja auch nicht der Gästebespaßung dienen – nett ist es aber dennoch.

Cockpit des Condor A320 "D-AICC"

Richtig bespaßt wurden wir eher bei der Gepäckausgabe. Dieser Moment, in dem das Band stehen bleibt und sich die Tore nach draußen schließen…und noch ein Koffer fehlt... Am Lost&Found-Schalter der Iberia wurde klar, ein Koffer ist in Hamburg stehen geblieben. Er erreichte La Palma schließlich mit zwei Tagen Verspätung, da er am Donnerstag zunächst nach Düsseldorf geflogen wurde, von wo der nächste Flug nach La Palma stattfand...

Man kann übrigens nie genug Fisch haben:

One couldn't get enough of fish.

Rost

Die fetten Jahre sind vorbei

Im Folgenden kommen einige Bilder aus der Altstadt von Santa Cruz de La Palma, der Inselhauptstadt.

Postamt

Santa Cruz de La Palma

Santa Cruz de La Palma

Santa Cruz de La Palma

Santa Cruz de La Palma

Gischt

Sonnenuntergang im Westen

Bei dem Busausflug auf den Roque de los Muchachos spielte das Wetter leider nicht mit. So hatten wir von dort oben statt einer tollen Aussicht über die Insel und in die Caldera, einem Erosionskrater, nur einen feuchten Umschlag durch die Wolken bekommen, die nun untypischerweise hier oben hingen. Normalerweise sind sie dort tiefer zwischen 1000m unter 1600m. Dennoch ergaben sich auf dieser Reise schöne Motive…

Auf dem Weg zum Dach der Insel

Lost in the clouds

Kurzer Ausblick gen Westen
Gestein und Wolken

Umgeben von Wolken

Umgeben von Wolken

Terrasse

Dorfplatz mit Kirche

Der Norden La Palmas

Der Norden La Palmas

Der Norden La Palmas

Abfahrt der AIDAsol am Dienstagabend.

AIDA Sol

Auch im Süden der Insel gibt es eine spannende Vulkanlandschaft, hier fand auch der letzte Ausbruch in den Siebzigern statt, wodurch die Insel noch ein Stück gewachsen ist. Dieser Teil der Insel ist im Übrigen auch sehr gut mit den öffentlichen Bussen erreichbar. Die Straßen sind aber teils durchaus eng und eine Fahrt bei offener Tür darf hier niemanden erschaudern lassen. Spart auf jeden Fall die Klimananlage.

Der Süden La Palmas

Der Süden La Palmas

Der Süden La Palmas

Der Süden La Palmas

Vulkankrater

Ein Blick in den Krater

Krater

Ein idealer Aussichtspunkt ist der "Mirador del Aeropuerto", um die Geschehnisse am Platz verfolgen zu können. Die wenigen Flugbewegungen am Tag beugen auch dem Planespotter-Burnout vor.

The place to be!

Auf dem Rückflug saßen wir leider in Reihe 11. Im Air Berlin A321 ist das die Reihe bei den Türen 2L/R. Dort hat man zwar Beinfreiheit bis Meppen, darf aber nix auf dem Boden stehen haben. Zudem führte das Fenster, welches leicht hinter mir lag, zu einer anatomisch unangenehmen Position, um dennoch etwas rauskucken zu können. Zudem hatte ich mit der Flugbegleiterin quasi meine persönliche Nanny gegenüber sitzen. Das Fotografieren hielt sich somit in Grenzen, einige Bilder habe ich dennoch mit meinem Handy gemacht, um die Eindrücke festzuhalten.





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