Norwegen Teil III

Es ist Zeit für das nächste Fotobombardement aus Norwegen! Wie beim letzten Mal schon angekündigt, gibt es unter anderem Bilder von zwei Fjordtouren zu sehen. So viel zu sagen gibts dazu eigentlich nicht, aber es war aber ein sehr schöner Ausflug. Nur die Rückfahrt, die wie der Hinweg vier Stunden dauerte, war dann bisweilen etwas zäh. Wir hatten uns aber der Animation, die der gepflegten Abendunterhaltung eines AI-Hotels durchaus Konkurrenz macht, entzogen und auf das Quiz im Schiffsinneren verzichtet. Schön war aber, dass man auch so immer wieder Studierende traf, die man aus Vorlesungen, dem Norskkurs oder dem Wohnheim kennt.

Student Fjordtour to Modalen

Student Fjordtour to Modalen

Student Fjordtour to Modalen

Student Fjordtour to Modalen

Student Fjordtour to Modalen

Student Fjordtour to Modalen

Student Fjordtour to Modalen

Student Fjordtour to Modalen

Nun kam an anderer Stelle noch die Nachfrage nach mehr Bildern von der Innenstadt. Mitte September war das Wetter für einige Tage ausgezeichnet und so machte ich mich eines Nachmittags ins Zentrum auf. Das Laub verfärbte sich zwar schon langsam, aber es war noch recht mild und bei sonnigem Wetter sehen die vielen bunten Holzhäuser hier einfach noch viel besser aus.

Bergen

Bergen

Bergen

Bergen

Bergen

Bergen

Bergen

Bergen

Bergen

Es gibt relativ viele Flugbewegungen hier und fliegt einem auch in so manches Sonnenuntergangsbild ein Flugzeug.

Løvstakken

Bis Mitte September konnte ich auch noch schöne Sonnenuntergänge von meinem Zimmer beobachten. Mittlerweile hat sich aber nicht nur das typische Regenwetter in Bergen festgesetzt, die Tage werden auch kürzer. Der Sonnenuntergang findet also hinter den Bergen statt.

Sunset behind Lyderhorn

Höchste Zeit für uns also, mal zu schauen, wie es eigentlich hinter diesem Berg, dem Lyderhorn aussieht. Lange (sehr lange) wähnte ich mich in Sicherheit und freute mich über diesen äußerst schönen Herbstspaziergang. Anfangs war die Straße asphaltiert, später wurde es eher ein Trampelpfad, doch anders als sonst, teilte sich die Gruppe, sodass ich nicht allein das Schlusslicht bildete. Kurz vor der Spitze begrüßte mich schließlich doch wieder ein alter Bekannter: der nackte Fels! Wie ich es hasse, wenn eine Wanderung wieder zur Klettertour wird! Der Blick war dennoch großartig und die Sicht ausgezeichnet. Unten macht mich das schon manchmal unruhig, dass man nirgendwo richtig in die Ferne kucken kann, weil man immer einen Berg vor der Nase hat. Oben sieht man erst, wie gewaltig das Hinterland wirklich ist und wie sich die Berge hier aneinander reihen.

Lyderhorn

Lyderhorn

Lyderhorn

Lyderhorn

Lyderhorn

Am nächsten Tag begann meine "Studyweek". Ich musste also nicht zum Norwegischkurs gehen, sondern selbstständig die Dinge wiederholen, die wir bis dahin gelernt hatten. Eine schöne Idee, wie ich finde. Ich bin stattdessen aber lieber um den Stausee hinter meinem Wohnheim gelaufen. Die Sonne muss ausgenutzt werden!

Svartediket

Svartediket

Nachdem die erste Fjordtour im September ein großer Erfolg war, wurde für uns noch eine zweite Fahrt organisiert. Allerdings hat es wohl schon einen Grund, warum die zahlreichen kommerziellen Fjordtouren nur bis spätestens Ende September stattfinden. Das Wetter ist im Herbst nicht mehr so bombig. Schon auf dem Hinweg zum Hafen sprengte mein Bus eine große Wasserfontäne auf den Gehweg. Zum Glück (oder leider?) lief dort niemand. Rechtzeitiges Erscheinen und die Erfahrungen eines Kumpels als ehemaliges Schulbuskind sicherten uns gute Fensterplätze an Bord des Katamarans – zum Fotografieren und draußen stehen war das Wetter eh kaum geeignet. Kurz nach unserer Ankunft in Rosendal setzte dann noch der Regen wieder ein und der Wind schob dicke Wolken landeinwärts. Ein bisschen was ist dennoch dabei herumgekommen:

Rosendal

Rosendal

Rosendal

Vergangene Woche hatten wir dann doch nochmal fünf (!) Sonnentage in Folge. Allerdings bedeutet das nicht, dass man auf festes Schuhwerk bei Spaziergängen in der näheren Umgebung verzichten sollte. So verließen wir diese Woche spontan die befestigten Wege und landeten im feucht-matschigen Moos. Die Norweger haben wirklich eine andere Auffassung von einem Wanderweg. Ich hatte derweil nicht nur meine Wanderstiefel an, sondern auch gleichzeitig einen Riesenspaß, denn die Gesichtsausdrücke von meinen Mit-Bremern waren unbezahlbar. Wie sie langsam nasse Füße bekamen war zwar sicherlich nicht schön, aber zum ersten Mal war nicht ich derjenige, der sich über den Pfad beschwert.

Svartediket

Am Donnerstag entschieden wir uns spontan für einen abendlichen Spaziergang zum Fløyen. Ich wollte sowieso immer noch ein Bild von Bergen im Dunklen machen und da am Dienstag das Nordlicht in Bergen sichtbar war (wir es aber alle verpasst haben), hatten wir die leichte Hoffnung, dass sich der Himmel erneut grün färben würde. Daraus wurde leider nix, doch der abendliche Ausflug war dennoch großartig, auch wenn ich mit meinem kleinen Stativ zu kämpfen hatte. Aber egal. Der Ausblick war der Hammer, einfach wunderschön.

Ulriken

Fløyen

Ulriken

Mein Versuchsaufbau:


Sunset behind Lyderhorn

Bergen at night

Good night, Bergen!

Es war eine großartige Stimmung. Das rote Band verschwand langsam und die Straßen und Gassen der Stadt strahlten unter dem dunklen Nachthimmel. Mit diesem Ausblick auf mein wunderschönes Exil, will ich es fürs Erste belassen.

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