GCRR 27.01.2015 - Ferienflieger en masse I

Hei hei und buenos días!

Nachdem ich mich in der zweiten Jahreshälfte von 2014 im Land der Wikinger herumgetrieben habe, habe ich das im Januar mal konsequent mit einem Urlaub auf Lanzarote fortgeführt. Klingt komisch, ist aber so. Viele Skandinavier nehmen nämlich im Winter gerne Reißaus vor den trüben und kalten Tagen verreisen in den Süden. Bei mir war allerdings viel ausschlaggebender, dass mein Vater einen runden Geburtstag zu feiern hatte und statt einer großen Feier lieber verreisen wollte. Dass die Wahl am Ende auf Lanzarote und sogar ein flughafennahes Hotel fiel, kam mir natürlich sehr gelegen. Somit war der jährliche "Auswärtstrip" schon gebongt.

Erstaunlicherweise setzen zunehmend mehr Reiseveranstalter auf Easyjet, sodass auch wir mit einem weiß-orangen A320 (G-EZWO) flogen. Für mich war es das erste Mal mit Easyjet bzw. einer echten "no frills airline". Dass die Bodencrew beim Check-In und Boarding sehr penibel auf die Einhaltung der Ein-Handgepäckstück-Richtlinie achtet, konnte ich schon ein anderes Mal beobachten, während ich selbst schwer bepackt mit Rucksack und Notebooktasche auf meinen SAS-Flug wartete. Es ist dennoch immer wieder schön anzusehen, wenn Passagiere in Panik ausbrechen und versuchen ihre Handtaschen noch irgendwie in den proppevollen Trolley zu quetschen. Da sieht man doch, dass viele eher die Ferien- oder Linienflieger gewohnt sind, wo die Richtlinien etwas laxer sind.

Auch wenn Easyjet bei uns in Hamburg oft an den Positionen steht, wo Fluggastbrücken installiert sind, geht es über Treppen hinunter aufs Vorfeld. Beim Einsteigen muss man dann interessanterweise erneut seine Bordkarte vorzeigen. Da ich mir meinen Sitzplatz aber eh nie merken kann und man keine freie Hand für Zeitungen mehr benötigt, ist das auch kein Problem. In der Kabine angekommen, fielen mir sofort die dünnen Sitze auf. Man kann aus der richtigen Perspektive vom Fensterplatz auf der rechten Seite mehrere Reihen quer auf die andere Seite kucken. In den Armlehnen fanden sich ebenso wenig ein Unterhaltungssystem mit Radiosendern und Sprachlernkursen, wie man es vielleicht noch von TUIfly kennt, wie ein Hebel um die Rückenlehne nach hinten zu neigen. Dennoch fand ich es eigentlich ganz bequem an Bord - auf den ausgeleierten Condor-Sitzen hab ich schon schlechter gesessen.


Nur die Sicherheitshinweise habe ich mal wieder torpediert - ich Rebell. Aber mein Rucksack mit der Kamera und dem ganzen Kladderadatsch passt nicht unter meinen Vordersitz und muss daher zwischen meinen Füßen weilen. Das interessiert sonst auch niemanden. Bei Easy ist das anders. Da wird vor Start und Landung wirklich sehr penibel auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften geachtet - was ich grundsätzlich begrüße. Mit einer Jacke auf meinen Beinen (wo drunter sich dann der Rucksack verbarg) konnte ich dann auch meinen Frieden mit der Airline schließen. ;)


Auch auf Lanzarote fand das De-Boarding über das Vorfeld statt. Uns erwartete blauer Himmel und angenehme 23 Grad. Leider wurde es in den folgenden Tagen deutlich wechselhafter.



Nun aber zu den Bildern vom 27. Januar. Mit einem flotten Fußmarsch entlang der Promenade (weiter, dafür aber leichter) oder am Strand (kürzer, aber etwas anstrengender) konnte ich binnen 30 Minuten den 03-Anflug erreichen. Somit begann das offizielle Anspotten in der Saison 2015. Im Netz lässt sich der Hinweis finden, dass man vor Ort keinen Objektivwechsel vornehmen sollte. Am Strand und direkt im 03-Anflug weht einem der Sand nämlich nicht nur ins noch blasse Antlitz (wo er dank der Sonnencreme auch verbleibt), sondern auch schnell in die Kamera hinein.

Den Anfang für mein nagelneues Tamron 70-300 Di VC USD (aka Aschenbecher) machte dann Vueling mit der EC-MDZ. Hier sieht man auch gut, wie dicht der Weg um den Airport verläuft.


Mit der farblosen EC-LUC von Iberia-Express konnte ich dann einen ersten Neuzugang verzeichnen.


Da der Traffic im Januar noch ziemlich übersichtlich ist, wechselte ich schon mal auf die andere Seite. Dort kann man von einem Parkplatz in den Anflug und auf den Holdingpoint fotografieren. Mit dem Licht musste ich derweil immer kämpfen, weil es nicht so weit herum war, wie ich es mir gewünscht hätte. Auch das Hitzeflimmern war nicht ohne. Aber egal, die HB-IJV von Edelweiss musste dokumentiert werden:


Auch neu in meiner Sammlung und bislang die einzige ihrer Art: Monarch mit der G-OZBT.


Vom Parkplatz boten sich Fotos vom Taxeln...


...oder vom Holdingpoint an, wie hier bei der D-AICF. Und ja, mehr Licht wäre mir auch lieber gewesen. Aber so lange konnte ich nie bleiben.


Neben A320 kommt Condor planmäßig auch mit der Boeing 757 nach ACE. Hier die D-ABOE:


EC-LRE


Air Berlin war an jenem Tag mit Boeing 737-800 und A320 (D-ABNI) vor Ort.


Bei der D-AICC war die Versuchung zu groß und ich riskierte ein Foto vom Anflug.


Anders als auf La Palma, machen die ATRs von Binter Canarias auf Lanzarote nur einen kleinen Teil des Aufkommens aus. Schade eigentlich, denn grüne Turboprops wie die EC-JBI sind mir immer eine willkommene farbliche Abwechslung.


Nach der G-TAWS von Thomson war dann Schluss für mich. Das ist übrigens meine erste 737NG mit den neuen Split Scimitar Winglets. Aber am Besten gefallen mir die neuen Latten immer dann, wenn man sie nicht sieht...



Das ist der erste Teil von Lanzarote. Teil zwei steht hier zum Einsteigen bereit. ;-)

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